23. März 2021

Aufbruch in ein neues Leben

Nach einem Monat filmreifer Flucht landete der junge Syrer Maher Tamo 2015 in Hamburg. Ohne die deutsche Sprache auch nur zu kennen, stürzte er sich zielstrebig in den Aufbau einer neuen Existenz. Maher Tamo absolvierte eine Ausbildung zum Maler und Lackierer und wurde nach erfolgreichem Berufsabschluss vom Malereibetrieb Otto Gerber als Junggeselle übernommen.

Junger Maler auf Leiter stehend

Maher Tamo kam 2015 als Flüchtling von Syrien nach Deutschland. Seine Odyssee führte ihn u.a. per Schlepper-Boot von der Türkei nach Griechenland. Seine Flucht dauerte einen Monat. Acht Monate lang lebte er in einer Zeltunterkunft und hoffte auf eine Aufenthaltsgenehmigung. Während dieser Zeit erlernte er zunächst autodidaktisch, später an einer Sprachschule die deutsche Sprache. Zur Berufsorientierung absolvierte Maher Tamo verschiedene Praktika – in einem Kindergarten, in einem Drogeriemarkt sowie in einem Hotel – bis ihn eine Freundin auf den Malerberuf aufmerksam machte. Während eines drei-monatigen Praktikums lernte Maher Tamo den Malereibetrieb Otto Gerber sowie die Arbeit als Maler und Lackierer kennen und entschied sich für eine Ausbildung in diesem Beruf.

Die Berufsschule stellte die größte Herausforderung für ihn dar. Fast an der deutschen Sprache verzweifelnd, verbrachte er täglich bis zu drei Stunden damit, den Schulstoff nachzubereiten. Seine größte Sorge war es, aufgrund seiner Deutschkenntnisse an der Abschlussprüfung zu scheitern. Doch er bestand die Gesellenprüfung beim ersten Versuch – mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Inzwischen wurde der heute 26-jährige als Junggeselle übernommen und fühlt sich in seinem Beruf angekommen. Die Ausbildung war sicher nicht einfach und für alle eine Herausforderung. Doch wir freuen uns, diesen Weg gegangen zu sein. Wir schätzen Maher Tamo sehr als Teil unseres Teams und sind stolz auf den Ehrgeiz, mit dem er seinen Berufsweg beschritten hat.